









WETTBEWERB UMBAU UND ERWEITERUNG DER GEIGENBAUSCHULE IN MARKT MITTENWALD, 2009
Städtebauliche Einfügung Tragende Idee des städtebaulichen Konzeptes ist die Anordnung eines Baukörpers, der im Norden den Forstamtweg, zwischen der vorhandenen Geigenbauschule und dem denkmal geschützten Forstamt, durch einen klaren Riegel straßenraumbegleitend definiert. Nach Süden und Osten reagiert das Gebäude auf die heterogene Struktur des Grundstücks und auf das Karwendelgebirge. |
Höfe und äußere Erschließung Über einen Hof, der sich vom nördlichen Forstamtweg öffnet, findet sich der Haupteingang. Dieser „Eingangshof“ bildet den Auftakt einer Abfolge von charakteristischen Funktionshöfen. Begleitet wird der Weg über den Hof zum Eingang von einem grünen Baumhain aus Dachplatanen, worunter sich die Fahrradstellpätze befinden. Innere Erschließung Als „überdachter Innenhof“, ist der Haupthof Verknüpfungspunkt des alten und neuen Erschließungssystems und damit die Schnittstelle der vorhandenen Schule mit dem Neubau. Von diesem Kern aus sind nahezu alle Räume in den beiden umschließenden Winkeln zu erreichen. |
Alt – Neu Der Neubau als vermittelndes Element zwischen den beiden Altbauten sucht die Verbindung zwischen der vorhandenen Geigenbauschule und dem Forstamt. Während die Anbindung an das 50er-Jahre-Gebäude der Geigenbauschule direkt durch die Fortführung der Raum- und Erschließungsstruktur in den neuen Verteilerkern erfolgt, hält der Neubau Abstand zur Villa des Forstamtes und findet die Anbindung durch einen schmalen Gang in einem zarten Glaskörper. Das Flachdach des Neubaus unterstreicht den solitären Charakter des Forstamtes vermittelt zwischen den unterschiedlichen Dachneigungen der Bestandsgebäude und transportiert seine Inhalte deutlich nach außen Dem Inhalt und der Bedeutung entsprechend entwickelt sich die architektonische Gestalt im Wesentlichen aus den funktionalen Anforderungen und den ökonomischen Randbedingungen. Die Funktion Geigenbauschule, mit ihren praktischen Inhalten, wird in einfache und neutrale geometrische Formen überführt. Latten aus heimischem Lärchenholz hüllen die Gebäudekörper harfenartig ein, und sind in den sonnenbeschienen Fassadenöffnungen als sommerlicher Wärmeschutz horizontal gerichtet. |